Audiobook A1.1 for Learning German 💡🎓 | Lina ist neu in Deutschland
8 de October de 2023German Story for Beginners, A1.1 – A2.1 🎓 ✅
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Complete Transcript of the Audiobook
Kapitel 1:
Euphorisch öffnete Julia ihre noch verschlafenen Augen. Ring, ring, ring … ihr Wecker aus dem Antiquitätenladen und sein lautes metallisches Klingen hatten sie (und wahrscheinlich auch einige Nachbarn) vor wenigen Sekunden geweckt. Es war eine kurze Nacht gewesen und sie hatte nur wenig geschlafen, denn sie konnte am Abend zuvor vor Aufregung kaum einschlafen. Heute war Julias Geburtstag, Freitag, der 13. März, und sie war furchtbar aufgeregt.
Schnell schlug sie mit ihrer flachen Hand auf die Oberseite des Weckers und schon war nichts mehr zu hören. Draußen vor ihrem Fenster sang ein kleiner Vogel ein schönes Lied, während die Sonnenstrahlen durch ihr Fenster ins Zimmer schienen. „Ahh, was für ein wunderschöner Freitagmorgen!“, dachte Julia. „Und dazu habe ich auch noch Geburtstag. Glück muss man haben!“
Mit viel Energie und guter Laune stand Julia aus ihrem Bett auf und ging lächelnd ins Badezimmer. Während sie ihre Zähne putzte, wiederholte sie im Kopf nochmal ihre To-Do Liste für den heutigen Tag: „Also! Die Frau aus der Konditorei hat gesagt, dass ich meinen Kuchen heute abholen kann. Und dann muss ich auch noch zum Markt gehen und frisches Obst und Gemüse für meine Geburtstagsparty am Abend einkaufen. Was dann?! Ach ja, dann muss ich mich nur noch duschen, ein bisschen schminken und schon kann die Party losgehen.“
Kapitel 2:
Nachdem sie sich die Zähne geputzt hatte und alle Punkte im Kopf wiederholt hatte, zog sie sich an und ging schnell in die Küche. Zwei kleine grüne Augen sahen sie liebevoll an. Es war Findus, Julias Kater, der ihr mit einem leisen „Miau“ einen guten Morgen wünschte und ihr signalisierte, dass er gern etwas zu essen hätte.
In der Küche saß auch schon Leon, Julias Mitbewohner. Leon liebte es, seinen Tag früh zu beginnen. Ein richtiger Frühaufsteher! Leon saß schon im Anzug und mit Krawatte am Frühstückstisch, aß sein Rührei und trank mit einem lauten „Ahhh“ seinen Kaffee. „Guten Morgen!“, sagte Leon kauend. „Na, wie geht es unserem Geburtstagskind? Freust du dich schon auf deine große Party heute Abend?”, fragte Leon neugierig. „Sehr gut geht es mir, lieber Leon”, antwortete Julia und machte die Kaffeemaschine an. Dann fügte Leon hinzu: „Und? Hast du schon Panik, dass du heute vielleicht viel Pech hast?“
Erstaunt drehte sich Julia um, sah Leon an und sagte: „Pech? Warum sollte ich heute Pech haben? Es ist doch mein Geburtstag und wenn man Geburtstag hat, hat man immer Glück, oder nicht?“ Leon stellte seine Kaffeetasse auf den Tisch und erklärte: „Naja, natürlich ist heute dein Geburtstag, aber es ist auch Freitag, der 13.! Weißt du nicht, dass Freitag, der 13. immer ein Pechtag ist?! Es gibt sogar viele Horrorfilme über diesen Tag.“ Jetzt musste Julia laut lachen: „Leon, du bist ein richtiger Angsthase! Mach‘ dir keine Sorgen. An meinem Geburtstag habe ich immer viel Glück! So, jetzt muss ich aber auch los. Ich habe viel zu tun.“
Und schon rannte Julia aus der Küche in den Flur, wo sie sich die Schuhe anzog und ihren Kater Findus noch einmal liebevoll streichelte : „So, Findus, du bleibst hier und passt auf unseren Angsthasen Leon auf, ja?!“ Aus der Küche hörte sie Leon lachen: „Das habe ich gehört, Julia! Pass gut auf dich auf. Ich hoffe nicht, dass heute dein Pechtag wird.
Kapitel 3:
Zu Fuß ging sie zum Berliner Bahnhof, weil sie dort mit der Bahn nach Brandenburg fahren wollte. Brandenburg war circa 30 Minuten mit dem Zug von Berlin entfernt. In Brandenburg hatte sie vor ein paar Wochen eine tolle Konditorei mit leckeren Kuchen, Torten und Keksen entdeckt. Deswegen hatte sie dort auch ihren Geburtstagskuchen bestellt!
Vorgestern hatte die Mitarbeiterin sie angerufen und ihr gesagt, dass der spezielle Schoko-Geburtstags-kuchen mit extra Schokolade endlich fertig war. Ja, natürlich mit extra Schokolade! Julia war eine richtige Naschkatze und liebte Schokolade!
Als sie am Berliner Bahnhof angekommen war, hörte sie schon die erste schlechte Nachricht. Eine Durchsage wurde über die Lautsprecher abgespielt : „Sehr geehrte Fahrgäste! Wegen eines technischen Problems fahren heute keine Züge. Wenn Sie Fragen haben, besuchen Sie unser Büro im ersten Stock. Wir bitten um Ihr Verständnis.”
„Na toll!”, dachte sich Julia. „Wie soll ich jetzt nach Brandenburg kommen?”, fragte sie sich besorgt. Julia entschied, positiv zu bleiben und ging in das Büro der Bahn in den ersten Stock. Eine junge blonde Mitarbeiterin lächelte und winkte. Julia ging an den Schalter und erklärte ihre Situation. „Das tut mir wirklich leid! Ich kann leider nichts für Sie machen,“ sagte die Bahnmitarbeiterin verständnisvoll.
Traurig drehte sich Julia um und fragte sich, wie sie denn jetzt ihren leckeren Geburtstagskuchen mit extra-Schokolade abholen könnte. Da hörte sie die Stimme der Bahnmitarbeiterin nochmal: „Entschuldigung?! Ich sehe gerade in meinem Computer, dass gleich ein Bus nach Brandenburg fährt. Es ist der einzige Bus, der heute fährt. Heute ist Ihr Glückstag.“
Kapitel 4:
Julia konnte nicht glauben, was sie gerade gehört hatte. Das war ein Wunder! Sie bedankte sich freundlich bei der netten Bahnmitarbeiterin und rannte schnell zum Bus, um ihren Kuchen abzuholen.
Nach circa 20 Minuten Busfahrt kam Julia bei der Konditorei in Brandenburg an. Die Konditorin sah Julia besorgt und traurig an. Julia sagte: „Frau Meier, was ist denn passiert?” Die Konditorin antwortete: „Julia, liebes Kind! Ich habe schlechte Nachrichten. Ich hatte keine dunkle Schokolade für deine Torte mehr. Ich habe versucht, sie im Supermarkt zu kaufen, aber sie war ausverkauft! Deshalb habe ich weiße Schokolade benutzt.”
„Weiße Schokolade?”, schrie Julia. „Weiße Schokolade mag ich am liebsten! Das ist ja toll, Frau Meier! Vielen Dank!”
Mit dieser Reaktion hatte Frau Meier aus der Konditorei nicht gerechnet. Sie freute sich, legte den Kuchen in eine wunderschöne weiße Kiste und gab ihn Julia. „Ich habe mir große Sorgen gemacht”, sagte sie. „Aber Gott sei Dank bist du zufrieden, mein Kind! Ich hoffe, dass du einen wunderschönen Geburtstag hast!” Zufrieden und überglücklich nahm Julia den Kuchen, bedankte sich freundlich und nahm den Bus zurück nach Berlin.
„Schon wieder Glück gehabt“, dachte Julia als sie in den Bus einstieg. „Leon hat gesagt, dass heute ein Pechtag ist. Da hat er sich geirrt.“ Sie setzte sich auf einen Platz am Fenster. Es war ein wunderschöner Tag! Der Himmel war blau, die Sonne schien und langsam wurde es auch Frühling. Sie setzte sich ihre Kopfhörer auf und machte ihr Lieblingslied an.
Kapitel 5:
Ihr nächstes Ziel war der Markt im Zentrum von Berlin, um frisches Obst und Gemüse einzukaufen. Ihr Plan war, eine Gemüsepfanne mit Reis für ihre Gäste zu kochen. Als sie auf dem Markt angekommen war, fielen ihr sofort die vielen Stände mit Lebensmitteln, die vielen Menschen mit vollen Tüten und natürlich der leckere Geruch nach Essen auf. „Mmhh, das riecht aber gut!“, dachte Julia. „So! Jetzt schnell ein paar Sachen einkaufen und dann ab nach Hause!“
Eine nette Verkäuferin mit einem großen Stand voller Obst und Gemüse lächelte Julia zu und fragte sie, was sie gerne hätte. „Ich hätte gerne ein Kilo Kartoffeln, einen Brokkoli und 500 Gramm Zwiebeln”, sagte sie freundlich. Die Verkäuferin suchte das beste Gemüse und legte es in eine Tüte. Danach fragte sie: „Kann ich noch etwas für Sie tun?” Julia antwortete: „Ich würde gerne noch zwei Paprika und einen halbes Kilo Tomaten kaufen.” Überrascht schaute sie die Verkäuferin an: „Meine Güte! Kaufen Sie für Ihre ganze Familie ein?“
Julia erklärte ihr, dass sie am Abend ihren Geburtstag mit Freunden feierte. „Deshalb brauche ich so viel Gemüse”, sagte sie zufrieden. „Ich koche sehr gerne für meine Freunde!”
Die Verkäuferin lächelte und antwortete: „Alles Gute zum Geburtstag. Ich hoffe, dass Ihnen das Essen schmeckt und Sie heute Abend ganz viel Spaß haben. Das macht 15,40€ bitte.” Julia bezahlte und war sehr zufrieden. Sie hatte schon ihren Geburtstagskuchen und alle Zutaten für das Abendessen. Schnell ging Julia zur Bushaltestelle, um auf den Bus nach Hause zu warten. Dann klingelte plötzlich ihr Telefon.
Kapitel 6:
Es war Leon: „Hallöchen Geburtstagskind! Na, hast du heute schon Pech gehabt? Oder ist Freitag, der 13. dein Glückstag?“, fragte Leon witzelnd und mit ironischem Ton. „Also zuerst ist meine Bahn nach Brandenburg ausgefallen, dann hatte die Konditorin keine schwarze Schokolade für den Kuchen mehr …”, sagte Julia, als Leon sie plötzlich unterbrach : „Aha! Ich habe es gewusst. Freitag, der 13. ist ein richtiger Pechtag.“
Julia lachte und antwortete: „Nein, überhaupt nicht! Wie durch ein Wunder gab es einen Bus nach Brandenburg und die Konditorin hat einfach weiße Schokolade benutzt. Ich liebe weiße Schokolade!“ Überrascht sagte Leon: „Mensch, das ist ja wirklich ein Wunder! Aber ich weiß nicht … vielleicht geht heute doch noch etwas schief!“
In dem Moment kam der Bus und Julia verabschiedete sich schnell von Leon: „Oh, der Bus kommt gerade! Ich muss jetzt einsteigen, Leon. Wir sehen uns später.“ Schnell legtesie auf, steckte ihr Handy in die Tasche und stieg in den Bus ein. „Leon ist ein richtiger Pessimist!“, lachte Julia. Sie fing an, über das Gespräch mit Leon nachzudenken. „Leon ist manchmal ganz schön nervig mit seinem Pessimismus”, dachte sie. Aber schnell erinnerte sie sich auch an witzige Situationen mit ihm. „Ich weiß noch, als wir zusammen ins Kino gegangen sind”, dachte sie. „Es fing an zu regnen. Leon hat angefangen, wie ein Clown im Regen zu tanzen und zu singen”. Sie musste laut anfangen zu lachen.
Julia war so in Gedanken, dass sie fast ihre Bushaltestelle verpasste. In letzter Minute stand sie von ihrem Platz auf und schrie : „Moment, halt! Ich muss hier raus!“ Gott sei Dank hörte sie der Busfahrer und öffnete ihr die Tür. „Puhh, das war knapp!“, dachte sie. Sie stieg aus dem Bus aus und die Türen des Buses schlossen sich. „So, jetzt nach Hause gehen und dann kommen schon bald die Gäste“, überlegte sie. Plötzlich hatte sie einen Gedanken. Sie drehte sich um und schaute nach links und nachts: „Oh nein! Wo ist mein Geburtstagskuchen? Wo sind meine Einkäufe?“
Kapitel 7:
Julia hatte alles im Bus vergessen : „Hey! Stopp! Anhalten!“ Julia rannte so schnell wie möglich in Richtung des Buses, aber der Bus war schon weit entfernt. Nein, es war unmöglich, den Bus zu erreichen. Nach 100 Metern gab Julia auf und blieb stehen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. „Kein Geburtstagskuchen! Kein Obst, kein Gemüse… was soll ich denn jetzt machen?! Leon hatte Recht. Freitag, der 13. ist wirklich ein richtiger Pechtag.“
In dem Moment hörte sie eine Stimme hinter sich: „Junge Dame, junge Dame!” Julia drehte sich um. Ein alter Mann lief in schnellem Tempo auf sie zu. Und in seinen Händen trug er, Julia konnte es nicht glauben, ihren Geburtstagskuchen und ihre Einkäufe. „Junge Dame, junge Dame, Sie haben Ihre Sachen im Bus vergessen!”, sagte er. Julia umarmte den alten Mann und sagte mit Freude im Gesicht: „Sie haben meinen Geburtstag gerettet!“
Julia erzählte dem alten Mann von ihrem Tag und ihren Plänen. Auch der alte Mann stellte sich vor und erzählte ein bisschen von sich. Er hieß Herr Blume und lebte ganz in der Nähe von Julia. Nach einem kleinen Gespräch entschied Julia, ein bisschen von ihrem Glück mit dem Mann zu teilen. „Haben Sie heute Abend schon Pläne?”, fragte sie ihn. „Ich möchte sie gerne zu meiner Geburtstagsparty einladen ”, fuhr sie fort. „Eine Party?! Ich weiß nicht. Ich habe schon lange nicht getanzt … ich bin 70 Jahre alt und nicht mehr so beweglich wie früher.“ Julia lachte und antwortete: „Ach, keine Angst! Kommen Sie! Ich koche eine leckere Reispfanne.“ Dieses Argument hatte Herrn Blume überzeugt. Die beiden gingen schnell zusammen zu Julias Wohnung.
Kapitel 8:
Als sie in die Wohnung gingen, hörten sie plötzlich einen lauten Knall! Leon hatte eine Sektflasche geöffnet und der Korken war durch die Luft geflogen: „Überraschung! Alles Gute zum Geburtstag, liebe Julia,“ rief Leon. Und dann sah Julia auch die anderen Gäste. Die ganze Wohnung war voller Leute. Alle waren da: Ana und Lena, Bernd und Max, sogar Paula und Mareike und natürlich Findus, Julias Kater. „Was ist denn hier los?”, fragte sie. „Wir haben eine Überraschungsparty für dich organisiert,“ sagte Leon stolz.
Erst in diesem Moment bemerkten alle, dass Julia nicht alleine war. Zehn überraschte Gesichter schauten Julia und den alten Mann an. Da erklärte Julia: „Das ist Herr Blume. Er ist mein Geburtstagswunder.“ Sie erzählte allen, dass sie ihre Einkäufe im Bus vergessen hatte und dass Herr Blume auch ausgestiegen war und ihr die Einkäufe gebracht hatte. „Meine Güte!“, sagte Leon überrascht. „Das ist ja unglaublich! Dann ist heute wirklich dein Glückstag.“ Julia antwortete: „Das habe ich dir doch schon die ganze Zeit gesagt!“ Alle mussten laut lachen. Julia umarmte Leon ganz stark : „Danke, dass du dir solche Sorgen um mich gemacht hast und dass du diese tolle Party organisiert hast. Du bist ein toller Freund!“
Dann nahm Julia ein Glas Sekt in die Hand. Sie schlug mit einem Löffel gegen ihr Glas und bat um Aufmerksamkeit : „Danke, dass ihr alle zu meiner Geburtstagsparty gekommen seid. Jetzt wollen wir viel essen, feiern und lachen. Lasst euch den Kuchen schmecken!“ Alle Gäste stießen mit ihren Gläsern an, unterhielten sich, tanzten und genossen die tolle Party. Herr Blume stand mit Lena und Bernd in der Ecke und sprach über seine Italienreise im letzten Sommer. Gespannt hörten sie Herrn Blume zu.
Julia freute sich, dass Herr Blume zur Party gekommen war. Julia war klar, dass sie heute viel Glück gehabt hatte und war deshalb noch glücklicher. Und so feierte Julia mit ihren Freunden, ihrem Kater Findus, Herrn Blume und Leon ihren Glücksgeburtstag in Berlin. Sie pustete die Kerzen auf ihrem Geburtstagskuchen aus und wünschte sich, dass sie noch viele tolle Geburtstage mit ihren Freunden verbringen würde.